It's Teatime

It's Teatime - Kräutertees für unser Wohlbefinden

Im Frühjahr und Frühsommer ist die richtige Zeit, um Zutaten für einen Basistee zu sammeln, der für die gesamte Familie geeignet ist.  Für spezielle Bedürfnisse kann man diesen Familientee dann auch noch  mit heilkräftigen Zutaten erweitern.

 

Wir bewegen uns dadurch mehr an der frischen Luft und können unseren Tee ganz nach Lust und Laune mischen. Wir vermeiden dadurch auch Zusätze in unserem Tee wie künstliche Duft- und Geschmackstoffe, die ja bekannterweise unserer Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sind.

Was darf in einen Familientee?

Für diesen Tee werden vor allem fertige ausgebildete, junge Himbeer-, Brombeer- und Erdbeerblätter gesammelt - ich persönlich nehme mir von meinen Waldspaziergängen immer wieder eine kleine Menge mit - dadurch beute ich keine Pflanze aus und habe auch ein bisschen andere Geschmacksnuancen aufgrund verschiedener Bodenbeschaffenheit.

 

Ganz hervorragend im Geschmack sind die Blätter der schwarzen Johannisbeere - wer einen Strauch im Garten hat, sollte sich bedienen. Allerdings gilt hier dasselbe wie bei allen Pflanzen: die Blätter dürfen nicht nicht krank sein, weder Läuse- noch Pilzbefall darf vorhanden sein - du willst den Tee ja selbst trinken, oder?

Darf ich auch Blätter von Bäumen pflücken?

Blätter von Laubbäumen dürfen auch genommen werden, ich nehme jedoch nur einige  Blätter der Haselnuss und der Birke, die anderen sagen meinem Geschmack nicht so sehr zu.

Eine Ausnahme bei den Bäumen ist die Fichte - hier sammle und trockne ich den sogenannten "Probst", das sind die frischen hellgrünen, jungen Triebe, die dann in der Hustenzeit zu meinem Basistee gemischt werden.

Gib dem Tee Geschmack und Farbe

Der Haustee schmeckt in jeder Familie anders, weil man ihn nach Gefühl zusammen mischt und auch jeder Sammler so seine bevorzugten Kräuter hat.

Brennnessel und Taubnessel passen hervorragend in den Basistee, ebenso kann man alle möglichen Blüten und Blätter trocknen und beimischen. Mit Zutaten aus dem Hausgarten kann man dann noch aufpeppen, so mische ich die roten Blüten der Indianernessel, die gelben Blütenblätter von der Sonnen- und der Ringelblume und die blauen Blüten vom Lavendel unter einen Teil der Mischung.


Wer möchte, gibt noch Zitronenmelisse, Hagebutten oder Minze dazu, auch getrocknete Apfelschalen oder Beeren geben einen ganz besonderen Geschmack -der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Zutaten für einen Schwitztee

Gerade im Winter oder in der Übergangszeit kämpfen viele mit fieberhaften Erkältungen. In vielen Familien wird dann der "Schwitztee" gekocht, oft nur der Tee aus getrockneten Holunderbeer- oder Lindenblüten.

Wenn man aber oft fröstelt, kann man sich seinen Basistee mit diesen beiden Schweißtreibern mischen und vorbeugend trinken.

 

Früher musste bei jedem Bauernhaus ein Holunderbaum stehen um Unglück abzuwehren, es heißt heute noch, man müsse vor dem Holunder seinen Hut ziehen.

Kutz Kutz - ich huste mir die Seele aus dem Leib

Wer kennt das nicht? Man stört in der Firma, bei Meetings, den Partner beim Schlafen.... wenn man von Husten geplagt wird, ist die Lebensenergie einfach eingeschränkt.

Dafür kann man Ackerschachtelhalm (auch Zinnkraut genannt), Probst, Eibisch, Lungenkraut, Königskerze, Thymian,  und Engelwurz zum Tee geben oder auch Isländisch Moos - das macht aber den Tee sehr bitter.

Sammelwut

Mal sammle ich Fettnäpfchen, mal Erfahrungen,

aber das Kräutersammeln ist meine größte Leidenschaft.

 

Sammle dir die Zutaten für den Tee selbst  - das macht Spaß, schmeckt und ist günstig!

Außerdem hat kein anderer außer dir diesen Tee - du bist einzigartig!

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Autorin:

Petra Sandrieser

  • Kräuterpädagogin
  • Waldpädagogin
  • Natur- und Landschaftsführer

Kontakt: petra@petra-silie.at

www.petra-silie.at


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