Suppenpulver selbst gemacht

Suppenpulver selbst gemacht - Kraft für kalte Tage

Frei von lästigen Zusatzstoffen ist die Suppenwürze, die ich mir aus gesundem Gemüse, frischen Kräutern und naturbelassenem Salz selbst mache.

 

Natürlich ist es auch Arbeit, bis das alles fertig ist, aber dafür kann ich mit ruhigem Gewissen genießen und weiß  ganz genau was drin ist.

 

Für die selbstgemachte Suppenwürze benötigt man Gemüse wie Lauch, Sellerie, Karotten, Pastinaken und Zwiebel, dazu kommen Liebstöckl, Stiele von Petersilie und natürlich Salz.

Grundsätzlich kann man viele Gemüsesorten verwenden, z. B. gibt eine Freundin von mir immer Tomaten in ihre Suppenwürze.

Ebenso sind alle Kräuter erlaubt, die schmecken z. B. Majoran und Thymian.

Ich gebe in meine Spezialwürze auch noch getrocknete Pilze als natürlichen "Geschmacksverstärker" und wilden Giersch, der ja vom Geschmack her an Petersilie und Karotte erinnert.

Vorbereitung

Alles wird nun sauber gewaschen, das Schälen vom Gemüse ist absolut nicht notwendig, wenn es aus vertrauenswürdiger Quelle stammt.

Das Gemüse wird nun fein geraspelt und die Kräuter werden gehackt.

Bei mir wird übrigens auch das Grün von Sellerie, Karotte und Co verwendet - das ist viel zu schade zum Wegwerfen und außerdem gibt es einen spitzenmäßigen Geschmack.

Das Einsalzen

Nun nimmt man das Gemüse-Kräutergemisch und mischt es sorgfältig mit Salz.

Da gibt es ja 2 Varianten, bei der ersten nimmt man ungefähr 250 g Salz auf 1 kg Gemüse und füllt dies in Schraubgläser.

Diese Art Suppenwürze hält sich einige Monate, allerdings ist mir die Pulvervariante lieber, da sie universeller einsetzbar ist und auch keine salzigen Gemüsewürfel in den Speisen schwimmen.

"Gekörnte" Suppenwürze

Für diese Variante mischt man das Gemüse ebenso mit Salz, allerdings verwende ich dann weniger davon.

Nun wird diese Mischung dünn auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestrichen und bei 75 bis 80 Grad im Ofen getrocknet.

Dabei einen Kochlöffel in die Backrohrtüre einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Nun dauert es noch mindestens 6 bis 8 Stunden, bis alles getrocknet ist.

Mein Energiespartipp

Da ja so ein Backrohr Unmengen an Strom verschluckt, trockne ich meine Suppenwürze im Dörrapparat.

Erstens kann man mehrere Schichten gleichzeitig trocknen, außerdem verbrauchen diese Geräte nur einen Bruchteil des Stroms, den das Backrohr benötigt.

Die Fehler die hier allerdings passieren können, sind:

Backpapier als Unterlage lasst die Feuchtigkeit nicht richtig entweichen und bremst auch die warme Luft - ich verwende Küchenpapier - mittlerweile ;-)

Auch darf man nicht zu dick auftragen, denn dann saugt sich das Küchenpapier mit Salzwasser voll und es dauert wieder richtig lange, bis alles getrocknet ist.

Die Fertigstellung

Wenn nun die Masse fertig getrocknet ist, nimmt man sie und zermahlt sie in einem Zerkleinerer oder einer alten Kaffeemühle.

Dieses Pulver sieht nahezu so aus und man verwendet es auch genauso wie die gekaufte Suppenwürze, allerdings mit gutem Gewissen, da weder Geschmacksverstärker noch Glutamate enthalten sind.

Sammelwut

Mal sammle ich Fettnäpfchen, mal Erfahrungen,

aber das Kräutersammeln ist meine größte Leidenschaft.


Ich wünsche dir einen guten Appetit - hast du ein Spezialrezept, das mit Suppenpulver einfach noch viel besser schmeckt?

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Autorin:

Petra Sandrieser

  • Kräuterpädagogin
  • Waldpädagogin
  • Natur- und Landschaftsführer

Kontakt: petra@petra-silie.at

www.petra-silie.at

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Michel-J (Montag, 19 September 2016 22:32)

    Zum zerkleinern benutze ich den Fleischwolf. Das geht Wunderbar. Alles einfach grob kleinschneiden und dann Wölfen. Kräuter gebe ich auch mit rein.
    Gruß
    Michel