Knoblauch - beim Geruch scheiden sich die Geister

Knoblauch - gesund und heilkräftig

Knoblauch wurde schon vor ca. 5.000 Jahren in Asien angebaut und ist sowohl seines Geschmacks als auch seiner Heilwirkung wegen weit verbreitet und beliebt.

In Ägypten wurde Knoblauch den Pharaonen als Grabbeigabe mitgegeben und im Chinesischen wird Knoblauch durch ein einzelnes Zeichen dargestellt, was die Häufigkeit seiner Verwendung schon in frühester Zeit beweist.

 

Inhaltstoffe:

Die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium und Kalium genauso wie die Vitamine K, C und die der B-Gruppe sind die Basis für die gesunde Wirkung des Knoblauchs.

 

Ätherischen Ölen verdankt er seinen besonderen Geschmack und Geruch.

Die Schwefelverbindung Allicin kann unter anderem gegen Bakterien, Pilze, erhöhte Blutfette und Magen-Darmbeschwerden wirken.

Anwendungsbereiche

Knoblauch wird sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als auch in vielen naturheilkundlichen Behandlungen miteinbezogen, besonders hervorgehoben wird seine Wirkung bei Arteriosklerose.


Folgende weitere Anwendungsgebiete findet man besonders häufig in der Literatur:

  • Bluthochdruck
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verdauungprobleme
  • Störungen des Magen-Darm-Trakts

Knoblauch in der Küche

Die mediterrane Küche ist ohne den Einsatz von Knoblauch gar nicht denkbar und auch in meiner Küche wird das Alliumgewächs reichlich eingesetzt.

Da dann alle gleichzeitig mit Knoblauchsuppe, -sauce oder Gulasch "gefüttert" werden, stösst sich keiner an den Ausdünstungen des anderen. Natürlich ist das jetzt leicht überzeichnet, aber in Gegenden oder Familien, wo ohne Knoblauch gekocht wird, kann man mit seinem Knoblauchgeruch dann schon mal anecken.


Als Hausmittel gegen eine Knoblauchfahne gilt das Essen von frischer Petersilie, auch soll das Kauen von Kaffeebohnen oder Kardamom helfen.

Gurkensalat mit Dill

Dazu werden Gurken geschält und fein gehobelt. (Bei dünner Schale biologisch gezogener Gurken verzichte ich  manchmal auf das Schälen.)

Achtung: Wenn man mit Blähungen auf den Konsum mit Gurken reagiert, sollte man das Gemüse der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen, bevor man sie verarbeitet.

Nun salzt man die Gurkenscheiben, die dadurch Wasser verlieren. Nach einigen Minuten wird je nach Geschmack mit Essig/Öl oder Essig/Sauerrahm mariniert, nun kommt Pfeffer sowie fein gehackter Knoblauch und Dill dazu.

Ein einfaches aber wunderbares Rezept!

Eingelegter Knofl

Dafür brauchst du:

  • geschälte Knoblauchzehen
  • 1/4 lt Apfelessig
  • 1/4 lt Wasser
  • 50 g Salz
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Einlegegewürz (enthält meistens Senfkörner, Dillsaat, Pfeffer, Ingwer, Gewürznelken, Piment, Lorbeer)

Die Flüssigkeiten mit Salz, Zucker und Gewürzen zum Kochen bringen, dann erst den Knoblauch dazu, aufkochen lassen und nach spätestens 2 Minuten vom Herd nehmen und heiß in Gläser abfüllen. Mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedecken, Deckel drauf und ruhen lassen, bis es abgekühlt ist.


Der eingelegte Knofl passt hervorragend zur deftigen Jause.

Vanillerostbraten

Für den Vanillerostbraten werden dünne Scheiben von der Beiried (Rostbraten) mit Salz, Pfeffer und Knoblauch gewürzt, mit Mehl bestaubt und angebraten.

Dann wird das Fleisch aus der Pfanne genommen und der Bratensatz mit braunem Fond (ersatzweise Wasser und Suppenwürze), Gewürzen und Knoblauch verfeinert.

In dieser Sauce wird das Fleisch nun weich gedünstet.


"Wo bleibt jetzt hier die Vanille?" wirst du dich vermutlich schon fragen.

Der Name dieses Rostbratens stammt aus einer Zeit, als Vanille aufgrund seines Preises nur den Reichen vorbehalten war. Als Knoblauch später auch beim Adel in der Küche verwendet wurde, nannte man ihn scherzhaft die "Vanille des armen Mannes".

Sammelwut

Mal sammle ich Fettnäpfchen, mal Erfahrungen,

aber das Kräutersammeln ist meine größte Leidenschaft.


Verwendest du Knoblauch oder hast du vielleicht ein ganz spezielles Rezept? Gerne kannst du es für alle in den Kommentaren hinterlassen.

Gefällt dir mein Artikel? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden:


Autorin:

Petra Sandrieser

  • Kräuterpädagogin
  • Waldpädagogin
  • Natur- und Landschaftsführer

Kontakt: petra@petra-silie.at

www.petra-silie.at

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0