Badezusätze selber machen

Manchmal sehne ich mich so richtig nach Sinnlichkeit, nach warmem Wasser und wohligen Düften. Genau dann ist die richtige Zeit für mich, es mir im Badezimmer gemütlich zu machen - mit Musik, Kerzenschein und duftenden Badezusätzen.

 

Wer mich kennt, weiß aber auch, dass ich nur Wasser und wertvolle Kosmetik an meine Haut lasse  (wir sprechen hier von Körperpflege, nur damit das klar ist....) - wertvolle Kosmetik beinhaltet für mich Naturstoffe und jeglichen Verzicht auf kritische Zusätze.

Wasser und Salz

 

Salz sorgt dafür, dass die für den Körper lebenswichtige Flüssigkeit gebunden wird, so dass alle Reaktionen und alle Stoffwechselprozesse optimal ablaufen können. Wenn wir von Salzwasser umgeben sind, wird der Körper entgiftet, aber nicht ausgelaugt.

 

Nahezu alle Menschen lieben das Baden im Meer, den Urlaub können wir uns zwischendurch auch in die eigene Badewanne holen:

 

500 g grobkörniges Salz mit der Schale von 2-3 Bio-Zitrusfrüchten (Schale muss unbehandelt sein) oder 20-30 Tropfen hochwertigem, ätherischem Öl vermischen und einige Tage ziehen lassen.

Eine Tasse von diesem erfrischenden Badesalz ins  warme Wasser reicht völlig.

Badepralinen

Badepralinen stellt man sich an den Badewannenrand und nascht während seines persönlichen Wohlfühlseminars davon - nein, Blödsinn! Badepralinen werden aus pflegenden Ölen und hochwertigen Zusätzen hergestellt und sind ein herrlicher Badezusatz.

 

100 g Natron

50 g Speisestärke

50 g Zitronensäure

50 g Sheabutter/ Kakaobutter/Kokosfett

getrocknete Blüten oder Kräuter, hochwertige ätherische Öle

 

Speisestärke, Natron und Zitronensäure mischen, Öl im Wasserbad schmelzen und dazu geben, dann Kräuter und ätherische Öle dazumischen. Wenn die Masse zu bröselig ist, noch Fett dazugeben.

Nun Kugeln formen oder in Silikonformen füllen, zum Aushärten 30 Minuten ins Gefrierfach stellen und danach mindestens 2-3 Stunden an der Luft aushärten lassen.

Man rechnet 2 - 3 Pralinen für ein Vollbad.

BadeKräuterKunde

Körper und Seele sind dankbar für die richtige Wahl der Kräuter - nach einem anstrengenden Tag tun Lavendel und Hopfen richtig gut, Zitronenmelisse beruhigt, Pfefferminze, Rosmarin und Basilikum beleben.

Erkältungen werden mit Thymian, Oregano, Salbei und Majoran erträglicher, körperlichen Verspannungen wirken wir mit Johanniskraut  und Wacholder entgegen.

Der Waldschrat in der Wanne

Einen Waldspaziergang kann man dazu nutzen, Zweige von Nadelbäumen zu sammeln.

Tannen-, Fichten- und Kieferzweige zu gleichen Teilen werden zerkleinert, in Wasser aufgekocht und 10 Minuten ziehen gelassen.

Diese Waldmischung abseihen und dem Badewasser beigeben.

Hilft einerseits bei Erkältung, andererseits bei Muskelverspannungen.

Ein Esel für Kleopatra

Schon Kleopatra soll in Eselsmilch gebadet haben - ganz so hohe Ansprüche will ich hier gar nicht stellen, aber richtig fette Kuhmilch soll es dann doch sein.

1 Liter Vollmilch erwärmen und 1/2 Tasse Honig darin unter ständigem Rühren auflösen - ab damit ins warme Badewasser und für 20 Minuten das "Bitte nicht stören"-Schild an die Türe.

Die Haut danach nicht abrubbeln, sondern nur leicht abtupfen und am besten mit der Toga auf die Couch und sich Trauben reichen lassen!

Sammelwut

Mal sammle ich Fettnäpfchen, mal Erfahrungen,

aber das Kräutersammeln ist meine größte Leidenschaft.

 

Hab ich dir jetzt Lust auf ein Badeerlebnis gemacht?

Ich freue mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen mit Badezusätzen erzählst...

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Autorin:

Petra Sandrieser

  • Kräuterpädagogin
  • Waldpädagogin
  • Natur- und Landschaftsführer

Kontakt: petra@petra-silie.at

www.petra-silie.at


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