gebackene Holunderstrauben

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Wenn die ganze Luft vom Duft des Holunders erfüllt ist, kann ich gar nicht anders als die herrlichen Blüten zu sammeln.

 

Ich mache damit Sirup, Essig, Likör und Blütengelee. Einige Blüten trockne ich auch für den Winter, sie bereichern jeden Tee mit ihrem Geschmack.

 

Aber das Aller-aller-Beste am Holunder sind die gebackenen Holunderstrauben - frische, duftende Blüten in Backteig getaucht und in heißem Fett ausgebacken.

Die Ernte

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Holunderblüten erntet man am besten am späten Vormittag bei sonnigem Wetter, da enthält die Blüte am meisten Aroma.

 

Man schneidet den gesamten Blütenstand ab und gibt ihn vorsichtig in einen Korb. Bitte verwende keine Plastiktüte, da können die Blüten schon verdorben sein, bevor du zuhause angelangt bist.

 

Daheim breitest du die Blüten am besten im Schatten auf einem Geschirrtuch aus, so können kleine Insekten noch die Flucht ergreifen. Außerdem sehen Insekten in deinen Zahnzwischenräumen nicht sonderlich attraktiv aus.

Waschen oder nicht waschen - die ewige Streitfrage

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Nun kannst du die Blüten entweder kurz in kaltem Wasser waschen oder sie gleich verwenden. Ich mag dieses intensive Holleraroma und wasche die Blüten daher nicht.

 

Sollten die Blüten wirklich schmutzig sein, ist das vermutlich auch nicht der richtige Platz zum Sammeln.

 

Während  das Öl auf der Herdplatte heiß wird, kannst du den Backteig für deine Hollerstrauben zubereiten.

Der Backteig

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Für den Backteig brauchst du folgende Zutaten:

  • Mehl
  • Eier
  • Milch
  • eine Prise Salz

Mehl, Eier, Milch und eine Prise Salz rührst du zu einem klumpenfreien, nicht zu flüssigen, Palatschinkenteig.

Das Finale

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Nun hältst du die Holunderdolden am dicken Stiel, tauchst sie in den Backteig ein und lässt den überflüssigen Teig leicht abtropfen.

 

Die Dolden werden jetzt in das heiße Fett gelegt und so lange gebacken, bis sie eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben.

 

Die gebackenen Holunderstrauben bestreut man mit Zucker oder auch einem Gemisch aus Zimt und Zucker, mit Fruchtmus oder Kompott hat man eine preisgünstige und wertvolle Hauptmahlzeit.

 

Die dicken, grünen Stiele entfernt man vor dem Servieren, da roher Holunder nicht bekömmlich ist.

Sammelwut

Mal sammle ich Fettnäpfchen, mal Erfahrungen,

aber das Kräutersammeln ist meine größte Leidenschaft.

 

Holunderblüten sind ja nur eine begrenzte Zeit lang erhältlich, deshalb solltest du diese Spezialität auf jeden Fall versuchen. Ich wünsche dir einen guten Appetit!


Autorin:

Petra Sandrieser,petra-silie, Petrasilie

Petra Sandrieser

  • Kräuterpädagogin
  • Waldpädagogin
  • Natur- und Landschaftsführer

Kontakt: petra@petra-silie.at

www.petra-silie.at

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