Rotklee - weit mehr als eine Futterpflanze

Rotklee Blüte

Rotklee ist eine beliebte Futterpflanze, dabei wird aber oft übersehen, wie hilfreich dieser Schmetterlingsblütler dem Menschen sein kann.

 

Am bekanntesten ist Rotklee wohl Frauen in den Wechseljahren. Durch die enthaltenen Isoflavone kann der Östrogenanteil im Körper verbessert oder ausgeglichen werden, was auch seine Wirkung bei Menstruationsschmerzen erklärt.  

Nicht nur für Frauen

Rotklee Blätter Tautropfen Moos

Rotklee hat aber noch weit mehr Vorteile, er soll sowohl bei der Senkung des Cholesterinspiegels nützlich sein als auch die verschiedensten Organe, Venen und die Haut optimal versorgen.

 

Mittlerweile gibt es viele Studien über die Anwendung von Rotklee - auch für den Hormonspiegel der Männer wird er oft empfohlen, um deren Wechseljahre zu unterstützen. Und ja, es gibt wirklich Wechseljahre bei den Männern - Midlife-Crisis klingt halt etwas edler...

Wie konsumiert man Rotklee am besten?

Rotklee kannst du natürlich frisch verwenden.

Junge Blätter schmecken im Salat hervorragend, ebenso die Blüten. Rotkleeblüten peppen jedes Essen optisch auf, Kräuterbutter bekommt eine besondere Geschmacksnote ebenso wie Desserts.

 

Wenn du nun aber Rotklee in größeren Mengen konsumieren möchtest, kannst du dir Rotkleetee zubereiten. Dafür nimmst du pro Tasse einen Teelöffel getrockneter Blüten (oder 3 TL frische) und übergießt sie mit kochendem Wasser. Zudecken und 10 Minuten ziehen lassen!

 

Hochdosierte Extrakte und Kapseln kannst du natürlich auch in der Apotheke bekommen.

Rotkleesaft und Sirup

Gerade, wenn man Kinder zuhause hat, ist die Herstellung von Rotkleesaft eine spannende Angelegenheit:

Man kocht Rotkleeblüten mit Wasser für mindestens 5 Minuten und entfernt dann die Blüten, die bis dahin ihre Farbe verloren haben. Die Farbe vom Saft ist noch nicht wirklich spektakulär, aber wenn man Zitronensaft hinzufügt, färbt er sich sofort rosa.

Mit Zuckersirup oder Honig süssen und fertig ist die frische Rotkleelimo.

 

Sirup wird ähnlich angesetzt, dafür  werden die Blüten mit Zitronen (oder Zitronensäure) in Wasser aufgekocht (ein 1-Liter-Gefäß voller Blüten und 1 Liter Wasser). Nun 24 Stunden ziehen lassen, die Blüten abseihen und mit einem Kilo Zucker zu Sirup kochen. Heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Rotkleegelee

Rotklee Blüten

Rotkleegelee ist einmal eine andere Variante des Brotaufstrichs und wirklich einfach herzustellen. Du brauchst dafür

  • 1 Litergefäß voll mit Rotkleeblüten ohne Grün
  • 1 Liter Apfelsaft oder Wasser
  • Gelierzucker

Die Blüten im Apfelsaft aufkochen und erkalten lassen (nicht erschrecken, es riecht am Anfang nicht so wirklich prickelnd!).

24 Stunden ziehen lassen und abseihen.

Nun mit dem Gelierzucker nach Packungsanleitung (meist 1 kg Gelierzucker auf 0,75 Liter Flüssigkeit)zu Gelee kochen und in kleine Gläser abfüllen.

Sammelwut

Mal sammle ich Fettnäpfchen, mal Erfahrungen,

aber das Kräutersammeln ist meine größte Leidenschaft.

 

Rotklee kann so viel und wir wissen ihn viel zu wenig zu schätzen - sei du ab nun ein Verfechter seines Geschmacks und seiner Heilwirkung.


Autorin:

Petra Sandrieser Petra-silie Petrasilie

Petra Sandrieser

  • Kräuterpädagogin
  • Waldpädagogin
  • Natur- und Landschaftsführer

Kontakt: petra@petra-silie.at

www.petra-silie.at

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