Wildkräuter

erkennen und bestimmen

Jedem, der nicht von klein auf mit Wildkräuterkundigen aufgewachsen ist, geht es gleich:

Du gehst spazieren, siehst ein Kraut und bist dir nicht mehr sicher, ob es genießbar ist.

Ist das jetzt Giersch oder doch junger Holler?

Kommt da die wilde Möhre durch oder die giftige Hundspetersilie?

Kräuterwanderung

Deswegen empfehle ich grundsätzlich jedem, sich einmal  einer Kräuterwanderung anzuschließen und dort zu lernen, die ersten Kräuter zu bestimmen. Das Wissen über Wildkräuter muss man sich langsam und stetig aneignen, dies ist ein Lernprozess und erfordert es, sich immer wieder damit zu beschäftigen.

Klingt wie Vokabel lernen, ist aber viel, viel interessanter!

Auch beim Kräutersammeln gibt es Regeln

Solltest du schon  Grundwissen haben, dann raus in die Natur und pflück dir die Kraftpakete des Lebens!

 

Aber beachte bitte folgende Punkte, deiner und der Pflanzengesundheit zuliebe:

  • Pflücke keine Pflanze, die du nicht kennst.
  • Sammle nur gesunde Pflanzen.
  • Akzeptiere Privatbesitz - besonders auch bei bäuerlichen Betrieben (wenn eine Horde wildgewordener Kräutersammler eine Spur der Verwüstung auf einer noch zu mähenden Wiese hinterlässt, kann man kein herzliches Hallo erwarten).
  • Sammle nur an sauberen Stellen und nicht neben stark befahrenen Straßen.
  • Mach keinen "Kahlschlag" und reiße die Pflanze nicht mitsamt der Wurzel aus.
  • Beraube die Pflanze nie aller Blätter, sonst hat sie keine Kraft mehr, weiterzuwachsen. 

Ein guter Kräutersammler ist unsichtbar - der nachkommende Wanderer soll nicht merken, dass hier gepflückt wurde!

Was wächst denn hier?

Ackerschachtelhalm, Zinnkraut, essbare Wildkräuter, Wiese, gesunde Haut, Kieselsäure

Vielleicht hast du diese Pflanzen im zeitigen Frühjahr schon einmal gesehen und für Pilze gehalten.

 

Oder du weißt es besser:

das sind die sporentragenden Triebe des Ackerschachtelhalms -eine Wildpflanze, die zuerst diese eigenartig anzusehenden Triebe aus dem Boden schießt und erst später erscheinen  die grünen Triebe, die dann verwendet werden können.

 

Ackerschachtelhalm wird von Kindern oft als kleiner Tannenbaum tituliert und wurde in der Naturheilkunde schon im Altertum verwendet.

 

Sebastian Kneipp brachte ihn wieder in Erinnerung und empfahl ihn zur Wundheilung, bei Rheuma und Gicht.

Ackerschachtelhalm enthält Kieselsäure, weshalb ihm eine stärkende Kraft für das Bindegewebe zugeschrieben wird. in der Naturheilkunde wird als Tee oder Badezusatz gepriesen.

 

Ackerschachtelhalm wurde früher zum Putzen von Zinn verwendet, weshalb er auch den Namen Zinnkraut trägt.

 

Sieht doch genial aus, oder was denkst du?